12. Februar 2012


Flöten-, Flötisten- und Orchesterklang - Die Staatskapelle Dresden zwischen Weber und Strauss
Sonnabend, 11. Februar 2012, 16 Uhr im Rathaus Dippoldiswalde
Autorenlesung von Kammervirtuos Prof. Dr. Eckart Haupt mit Dias, Musik und Diskussion
Eines der ältesten und führenden
Ensembles der Welt ist die
Sächsische Staatskapelle Dresden.
Es gereicht ihr weniger
zum Ruhm, daß man sie fast 20
Jahre nach der sogenannten
Wende im Fernsehen wesentlich
öfter angemessen bedenkt (über
Geschmack der erteilten Silvesteraufgabe
läßt sich streiten), obwohl
Herr von Karajan schon
vor vierzig Jahren, in der tiefsten
DDR sozusagen, sie vor Wienern
und Münchnern einordnete –
und zwar über den eigenen Dirigierstab
hinweg. Sie hielt ihr Niveau durch Schallplatten - Anschluß an die
Welt, diverse Gastdirigenten und eigens in Dresden ausgebildeten bzw.
DDR-Nachwuchs, denn ausländische Spitzenkönner waren (finanziell)
nicht einzugliedern. Ebenso zum Lobe spricht ihr Ethos, betreffend ihre
kammermusikalischen Auftritte und ganz besonders die in der Region. Alle
virtuosen Solisten, die meisten Ensembles und somit viele Ensemblemitglieder
sind in den vergangenen 33 Jahren zu „Machbarkeitspreisen"
in Dippoldiswaldes Konzertreihe „Meisterinterpreten im Gespräch" aufgetreten.
So auch Prof. Dr. Haupt, Kammervirtuos des Orchesters (Preise für
Schallplatten; Meisterkurse etc.). Professor wird man als gesuchter und
bewährter Spitzenmusiker mit Erfolg an einer Musikhochschule. Das Studium
des Künstlers, u. a. bei Friedrich Rucker in Dresden, führte ihn über
Dessau und Berlin zur Dresdner Philharmonie und dann zur Staatskapelle.
Er musizierte in Asien und Afrika wie in Europa, auch in Bayreuth, mit einem
weitgespannten Repertoire vom Barock bis zur Moderne als Leiter eines
eigenen Kammermusikensembles. Seine Quellenherausgebertätigkeit
in der Nachfolge von Quantz, Fürstenau und anderen brachte ihn zunehmend
zur Beschäftigung mit der „Kapelle". So promovierte der Kultursenator
als Jungrentner und wurde zum Autor. Daß er nicht nur zu lesen,
sondern auch zu antworten weiß, Dias mitbringt, sich als aktiver Maler und
Grafiker in Gespräche einläßt, darf auf einen besonderen Nachmittag deuten!
Wolfgang Mende
